neil@dotatelier.com
Ich finde die Idee von Resultatlosigkeit sehr gut. Es hat was von kollektivem Bewusstsein, was wir nicht haben: dass Wissen und Kultur überhaupt nicht individuell sind, sondern ein Prozess, woran alle beteiligt sein könnten. Das hat Hampe gut rübergebracht mit seinem Socrates Beispiel. Es geht nicht darum, dass ich die richtigen Ideen in einem tollen Buch geschrieben habe, sondern dass die Ideen gepflegt und manche dadurch klüger werden.
Die Geschichten und Kunstwerke von den Aborigines hatten das auch. Eine Geschichte wird erzählt, gelernt aber dann auch verbessert und weitergetrieben im Erzählen. In eine Felsoberfläche wird geritzt von mehreren Leuten und dies gepflegt von ihren Nachfolgern, neue Bilder hinzugefügt... Die alten Ritzungen wurden aufgefrischt. So ward Kunst über Generationen und Jahrtausende vom Kollektiv gemacht. Es erscheint uns als vollendet, als Resultat, weil die Kultur von unserem Eindringen beendet wurde. // 'es scheint beendet' das scheint mir zentral, denn der Schein trügt
> (Orientierungslosigkeit) - vielleicht kommen einige deshalb wieder
> zurück zu alten Traditionen.....Danke für die australische Aufdröselung! Christine.mok-wendt@uni-konstanz.de
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Samstag, 1. November 2014
Freitag, 31. Oktober 2014
sie haben keine
Aborigines - (a message from downunder)
sie haben keine Häuser, aber ein Zuhause und sehr exakt definierte Stellen, wo sie wohnen mit heiligen Orten (and fire trees). In Victoria hatten sie auch Häuser aus Steinen und Fischzucht mit Steinen in den Flüssen.
> Keine Bücher, aber viele Geschichten mit Zeichnungen um sie festzuhalten und tolle Kunstwerke. Felszeichnungen, die viel länger gehalten haben als Kunst aus anderen Kulturen. Resultat?
> Kein Ackerbau, aber Waldungen und Gärten, die sie sehr sorgfältig gepflegt haben, damit die richtigen Pflanzen immer wieder da sind.
> Das waren keine ziellosen Wanderungen, sondern sie folgten Wegen innerhalb einer bestimmten Heimat. Das hat nichts gemeinsam mit dem sinnlosen Herum-fahren-fliegen der modernen Menschen-Touristen.
> Das ging viel weiter als "bloße" Selbsterhaltung. Alles gehörte zusammen. FelsKunst, Träumen, Musikmachen, Tanzdrama, Erzählen & "Wanderungen".
> Ja das stimmt, es ging nicht um 'Rennen nach dem Glück' (das rennt hinterher), und nicht um ewige Änderung der materiellen Dinge, nicht Streben nach einem grossen Unbekannten. Aber alles hatte einen ideellen Zusammenhang, Menschen waren mit Tieren verwandt, das Land und die Sterne hatten Bedeutung un
> Aber sicher schwer zu verstehen für Leute, die nicht oft direkt unter Sternen schlafen.
> mm
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> > Resultativ leben
> > „ein Leben, das seinen Sinn nicht resultativ erhält, mag zunächst als ärmlich erscheinen, nur auf die Selbsterhaltung eingeschränkt, die keinen Raum für das Werk läßt.
> > So erscheinen die A in A in ihren Wanderungen Manchen als Autoren eines imaginativen Werkes (CHATWIN, Songlines), denn sie haben keine Häuser, schreiben keine Bücher und pflanzen keine Gärten… Lebensformen, die sich nicht in greifbaren Resultaten manifestieren, sind für Menschen, die ein an Resultaten orientiertes Leben führen, nur sehr schwer verständlich.“ HAMPE2014-80
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sie haben keine Häuser, aber ein Zuhause und sehr exakt definierte Stellen, wo sie wohnen mit heiligen Orten (and fire trees). In Victoria hatten sie auch Häuser aus Steinen und Fischzucht mit Steinen in den Flüssen.
> Keine Bücher, aber viele Geschichten mit Zeichnungen um sie festzuhalten und tolle Kunstwerke. Felszeichnungen, die viel länger gehalten haben als Kunst aus anderen Kulturen. Resultat?
> Kein Ackerbau, aber Waldungen und Gärten, die sie sehr sorgfältig gepflegt haben, damit die richtigen Pflanzen immer wieder da sind.
> Das waren keine ziellosen Wanderungen, sondern sie folgten Wegen innerhalb einer bestimmten Heimat. Das hat nichts gemeinsam mit dem sinnlosen Herum-fahren-fliegen der modernen Menschen-Touristen.
> Das ging viel weiter als "bloße" Selbsterhaltung. Alles gehörte zusammen. FelsKunst, Träumen, Musikmachen, Tanzdrama, Erzählen & "Wanderungen".
> Ja das stimmt, es ging nicht um 'Rennen nach dem Glück' (das rennt hinterher), und nicht um ewige Änderung der materiellen Dinge, nicht Streben nach einem grossen Unbekannten. Aber alles hatte einen ideellen Zusammenhang, Menschen waren mit Tieren verwandt, das Land und die Sterne hatten Bedeutung un
> Aber sicher schwer zu verstehen für Leute, die nicht oft direkt unter Sternen schlafen.
> mm
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> > Resultativ leben
> > „ein Leben, das seinen Sinn nicht resultativ erhält, mag zunächst als ärmlich erscheinen, nur auf die Selbsterhaltung eingeschränkt, die keinen Raum für das Werk läßt.
> > So erscheinen die A in A in ihren Wanderungen Manchen als Autoren eines imaginativen Werkes (CHATWIN, Songlines), denn sie haben keine Häuser, schreiben keine Bücher und pflanzen keine Gärten… Lebensformen, die sich nicht in greifbaren Resultaten manifestieren, sind für Menschen, die ein an Resultaten orientiertes Leben führen, nur sehr schwer verständlich.“ HAMPE2014-80
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