Paarberatung & philosophische Trauungen
Martina Bernasconi, in: Methoden Philosophischer Praxis 2010 / Referentin: Sara Telatar
These: Beziehungen sind die wichtigsten Lebensfragen
1. Philosophische Trauungen
a) Wer lässt sich trauen?
Leute ohne kirchlich religiösem Hintergrund
Paare bei denen Liebe zum Partner im Zentrum steht
b) Ablauf
Anfrage
Kennenlerngespräch
Fragen zur Beziehung
Vorgespräch zentral zur Erkundung der Dynamik in der Beziehung
Jede Trauung ist einzigartig
c) Der Begriff der Entscheidung
Wahl zwischen Alternativen oder mehreren unterschiedlichen Varianten
Spontan, emotional, zufällig, rational
Entscheidung für die Ehe => rational
6 Schritte der Entscheidung
Feststellen eines Entscheidungsbedarfs = >Veränderung des Ist-Zustands
Analyse des Entscheidungsumfeldes = >Untersuchung der aktuellen Situation
Entscheidungsalternativen
Konsequenzen der einzelnen Alternativen
Entscheidung und Umsetzung einer Alternative
Beobachtung des weiteren Verlaufs, Revision oder gegebenenfalls Prüfung der Entscheidung => eventuelle Zweifel
Ambivalenzbegriff
2. Philosophische Trauung plus
Vorgespräch
Vertrauen der Paare
Paare setzen sich bewusst mit ihrer Beziehung auseinander
Ausdruck der wichtigen Dinge
Fruchtbare Themen für Beziehung werden angesprochen
3. Zusammenfassung
Unterschiedlichkeit der Paare
Fließende Grenze zwischen Paarberatung und Vorbereitungsgespräch
5 Schritte der philosophischen Trauung
Vorgespräch
2-4 intensive Gespräche
Biografie, Ablauf der Hochzeit
Erster Entwurf der Rede, welche vom Paar überarbeitet wird
Trauungsritual
4. Philosophische Paarberatung
Neben Einzelberatung immer mehr Partnerberatung
Ferdinand Fellmann => formuliert Mangel an theoretischer Reflexion zur Paarbeziehung
Georg Simmel= >Spannung zwischen Individuum und Paar=> „Wunder der Liebe“
Konflikt und Einheit
Ziel der Paarbeziehung => Harmonie der Individuen in einem Paar
5. Paarberatung
Themenkreise Regina Mahlmann
Nebeneinander statt Miteinander
Neue Verständigungsbasis und veränderter Umgang miteinander
6-Stufen-Modell Anette Prins-Bakker als Orientierung
Stufe 1 : Erzählen=> Einzelreflexion aus gelöstem Blickwinkel
Stufe 2 : Wer bist du? => Individuen unabhängig voneinander
Stufe 3 : Verlauf des Lebens => Werte
Stufe 4 : Lebensphase => eventuell Indiv. In zwei verschiedenen Lebensphasen
Stufe 5: Hinterfragen der eigenen Beziehungsstruktur => Austausch
Stufe 6 : Soll Beziehung weitergeführt werden? => gemeinsame Bilanz
Einzelgespräche und Sitzungen zu zweit => Paarberatung als >Hybride<
6. Philosophische Trauung => präventive Eheberatung
Beispiel: „Geliebt-werden-Momente“
Einblicke in Beziehungsdynamik => optimale Basis
Neue Perspektiven und Aussichten sollten schon vor Eintreten von Problemen diskutiert werden
7. These
Beziehungen Teil des menschlichen Daseins
Beziehungen auf allen emotionalen Ebenen
die meisten Fragen (ent)stehen in Zusammenhang mit anderen Menschen
LITERATUR
Martina Bernasconi, in: Methoden Philosophischer Praxis 2010
Ferdinand Fellmann,
Regina Mahlmann,
Anette Prins-Bakker,
Detlef Staude (Hg.), Methoden Philosophischer Praxis, Bielefeld 2010
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Montag, 18. April 2011
Samstag, 16. April 2011
SternStunden Philosophische Praxis
Sternstunde Philosophie Schweizer Fernsehen 27. Juni 2010
„Denken fürs Leben – Philosophische Praxis“ Martina Bernasconi (MB) und Roland Neyerlin (RN)im Gespräch mit Norbert Bischofberger (aufgezeichnet am 26. Juni 2010)
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=d4216519-b7aa-48d8-b5eb-f09ad2c12f43
MB:
- Missen des Bezugs zum Leben im Studium
- Kennenlernen der Bedeutungen der Begriffe durch Philosophen der Geschichte
→ die Begriffe und Bedeutungspositionen müssen reflektiert und neu gedeutet werden
RN:
- „Leben als Dauerprovisorium“ → Sinn-, Identitäts-, Orientierungsfragen
- wieviel Rezepte kann die Philosophie liefern?
- „Philosophie hat keine Rezepte“
- Weit verbreitetes Gefallen an Rezepten zur Problemlösung
- Spezifisches unserer Zeit?
Wegbruch des Metaphysischen
MB:
- Identitätsbestimmung, 'wer bist Du?', durch Beruf, etc., war vor 30 Jahren leichter
heute, pluralisierte Identität(en)
RN:
- antike Form der Philosophie: Lebensberatung zur Lebenskunst in Dialogform
- Enststehung in der griechischen Antike in Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheit
- Parallelen besonders zu heute?
FRAGE: - Was ist eine Philosophische Praxis?
- deckt ein breites Spektrum ab (MB)
vordergründig eine beratende Tätigkeit
RN:- 'Praxis' = 'Handlung'
- Philosophische Praxis: das Denken, als Handlung, als Vollzug
- Einübung der Kompetenz des Selbst
- kein bloßer Wissensverkauf
- Neyerlin als philosophischer Handelsreisender 'never ending tour'
MB:- was für Möglichkeiten bietet mir mein Denken, bzw. biete ich mir (analog zu Körperteil beim Arzt) „Was ist mit meinen Beinen?“
- philosophisches Gehen-Lernen „Wohin können mich die Beine tragen?“
NR:- Philosophie/ren: - Selber-Denken
- Wissenschaftliche Disziplin: Philosophie
letzteres folgt immer aus ersterem
keine (notwendige) Verbindung von beidem: man kann viel Philosophieren,
ohne jemals eine PHILOSOPHIE aufzuschreiben
FRAGE:- Was nützen Erfahrungen aus dem Studium?
- Die Frage wurde von ... behandelt, der sah das so und so, damit habe ich mich schon befasst
- Was sind meine Werte, Überzeugungen, ... ? → Orientierung
RN:- Haltung der ernsthaften Auseinandersetzung
- Wir (Normalos) straucheln zwischen Fundamentalismus und Beliebigkeit
- Philosophische Praxis darf nicht beliebig sein
- Wir wollen herausfinden
- mitunter schwierig: Besucher des Cafés, die schlicht unterhaltsamen Event suchen
- Unterschied: Philosophische Praxis → Begriffsklärung
Stammtisch ~ Meinungskundgebung
- Philosophie ist / bedingt: Innehalten, Zeit nehmen, Kontemplation
MB:- Die Praxis bietet 'Ausstieg', 'Aus-Zeit', 'Zeit-/Raum-Gebung'
- Zeiten des Umbruchs bringt Nähe zur Philosophie, da die Situation der Schaffung neuer Räume des Rückzugs, der Orientierung, Klärung, Überlegung bedarf
- Das Elfenbeinturm-Klischee-Problem
- auch explizites Sprechen über Theorien und Geben theoretischer Inputs
- Vertiefung durch Dialog
- In die psychotherapeutische Praxis schleicht Manche sich hinein (Label: krank, verrückt)
- gewisser Stolz der Kunden der PP
RN:- Schaufenster-Projekt verbindet Privat und Öffentlich
- PP ein hoch politisches Projekt
- es besteht gemeinhin eine mangelhafte Gesprächskultur
- Politik verwechselt Diskussion und Gespräch
- 1. Analyse - Moderation, Operation, Monolog / „Notwendigkeit“ - Wissenschaft
2. Diskussion - vorher fest verteilte Standpunkte - Schlagabtausch
3. Gespräch - offen
4. Therapie
- Das Gespräch birgt das Risiko in sich, dass sich der Standpunkt, den ich eigentlich halten will/wollte, nicht mehr halten lässt.
- Inflationärer Gebrauch von 'Gespräch'
- Sich-Einlassen
- Bildung von Gemeinsamkeit
- Nicht wissen , wohin es geht
- Liebe zur Begegnung
- Lieber betrachten der Vielseitigkeit der PP als strikte Abgrenzung zu anderen Disziplinen
- Handeln statt Behandeln
- keine Heilung
- nicht nur ein Referenzpunkt/-system vorhanden
- Entstehung aus Begegnung
- Orientierungslosigkeit durch Versagen der Systeme/Institutionen
- Ich gebe nichts konkretes, kein Rezept
MB: - Offenheit im Setting
- KEIN Verfügungswissen in PP
- gemeinsamer Sprung in den Ozean / bungee jumping
- keine Methode
RN; - Menschen sind nicht nur therapeutische Objekte
- // Psychotherapie kann keinen Sinn geben
- Philosophie hat verschiedene Zugänge
- Philosophie verschafft Ich-Ferne, Psychotherapie will Ich-Nähe herstellen
- Ich-Ferne durch Wanderung
MB:- andere Form der Suche bietend
- sinnlos Glücklich
- der glückliche Sisyphos
RN:- Sinn ~ Weg
- extreme Beratungskultur für alle Bereiche
- ich lasse mich beraten
- sich beraten ; wir uns , ich mich
- Einübung der Kompetenz der Selbstberatung
- PP ist kein Berater
- Stehen und Fallen mit der Person/Persönlichkeit
- Leidenschaft für die Begegnung und das Gespräch
- Authentizität
- Das sich-Einlassen
- Geschäftssinn
- Neyerlin der bunte Hund
Ich bin der Weg (wenn auch nicht DIE Wahrheit), jedoch das Leben . . .
Max Otto im Blockseminar Methoden Philosophischer Praxis ,
Universität Konstanz April 2011
Aus Mike Roths Einleitung zur Podiumsdiskussion mit Martina Bernasconi, Anette Fintz, Florian Huber und Detlef Staude 9.4.2011:
Es gab und gibt meines Wissens kein mediales Ereignis, das eine vergleichbare positive Wirkung für das Bekanntmachen PHILOSOPHISCHER PRAXIS hatte
wie die Sendung vom 27, Juni 2010:
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=d4216519-b7aa-48d8-b5eb-f09ad2c12f43
Da sagt etwa Roland Neyerlin (Stelle: 20:24):
DENKEN IST EINE ERNSTE ANGELEGENHEIT
und er erinnert an die Dreiteilung (dem Sinne nach)
1 Philosophie und Wissenschaft (methodisch vorgehende Darstellung von Wissen)
2 ÜBERREDUNG ==> viele „öffentliche Diskurse“ haben diesen eristisch-sophistischen Charakter
3 P H I L O S O P H I E R E N im ergebnisoffenen und an Selbstverständigung interessierten Gespräch. Man ist sich einig: Wir wissen noch nicht … doch bemühen uns gemeinsam darum, unhaltbare Positionen zu überwinden.
Vom akademischen Philosophen FIGAL (Uni Freiburg i.B.) und vom „Erfinder“ der modernen >Philosophischen Praxis< ACHENBACH (Bergisch Gladbach/Nähe Köln-Bonn) sind Hörbücher zu Sokrates in Umlauf. Beide sind sich einig, dass „Der, mit dem es anfing“ (das eine, wie das andere – und den Karl Jaspers einen „maßgebenden Menschen“ nennt) – nicht durch ein Werk (in von ihm geschriebenen Büchern) wirkt, sondern durch seine lebenslange Tätigkeit, das Philosophieren. In der Darstellung durch seinen Schüler PLATON in dialogischen Vorlese-Stücken folgen Sokrates und seine Mitspieler einem Muster, dem ELENCHOS (argumentierender Nachweis), einer frühen Form dialogischer Logik (Vgl. Paul Lorenzen & Kuno Lorenz). Dieses halbformale Verfahren führt ja nicht zum Wahrheitsbeweis, vielmehr zur Widerlegung des grundlos für wahr Gehaltenen. (Karl Popper vorwegnehmend)
In derselben Sternstunde-Sendung zur Philosophischen Praxis bekennt Martina Bernasconi, sie habe für Beratung in Philosophischer Praxis „kein Verfügungswissen“ und sie nennt dies auch „keine Methode“. Gleichwohl haben beide hier anwesende Philosophinnen klar strukturierte Beiträge ins METHODEN-Handbuch 2010 gestellt und sie betonen, stets die Gelegenheit beim Schopf zu fassen, für ein gelingendes Gespräch in der PHILOSOPHISCHEN PRAXIS mit den Philosophierenden „Begriffe zu klären“. Wenden sie in diesem Sinn doch eine (eine sprachphilosophische) Methode an?
Auch ich beginne mit einer Begriffsbestimmung, vgl. Paul Lorenzen, Methodisches Denken:
Freigestellt (man darf),
verboten (man darf nicht)
geboten (Du sollst) wie in den 10 Geboten, möglichst mit überzeugenden „guten“ Gründen - dies bezieht sich auf Handlungsweisen. Hier geht es um Handlungsnormen, „Maximen“ des Handelns, die nach Kant so zu gestalten seien, dass sie „zum allgemeinen Gesetz“ werden könnten. Die Entsprechung im Bereich der Sachverhalte, gefasst in Aussagesätzen, ist:
möglich / (freigestellt)
unmöglich / (verboten)
notwendig. (geboten)
Alles Handeln kann sich nur im Bereich des Möglichen bewegen – hin zum Wirklichen. Von Handeln sprechen wir nur, wo Handlungsalternativen bestehen.
Diese können aber mehr oder weniger gut begründet sein. Darum geht es heute.
In dieser Überlegung wurde der Methode der Modallogik gefolgt. Und sie dient auch zur Hinführung auf das Vormittagsprogramm:
Hat Philosophische Praxis Methode(n) ?
A Ist es freigestellt, Methoden
wenn ja, welche ?
- in der Philosophischen Praxis einzusetzen?
(das bedeutet: es gibt keine Gründe, aus denen es sich verbietet, oder schwächer: nicht empfiehlt)
B Ist es verboten, Methoden
wenn ja, welche ?
in der Philosophischen Praxis einzusetzen?
Und mit welchen Gründen?
C Ist es geboten, Methoden
wenn ja, welche ?
in der Philosophischen Praxis einzusetzen?
Aus welchen Gründen?
Zufällig sind es die zwei Philosophinnen, die von sich sagen, sie folgen in ihrer Beratungspraxis keiner Methode. Hingegen eröffnen ja die beiden Philosophen den Reigen der Beiträge im Handbuch:Methoden Philosophischer Praxis (2010) mit ihrem Chat zur Bedeutung von Methoden in der Philosophischen Praxis, worin sie sich austauschen über methodisches Vorgehen in ihrer Praxis. Zu meiner Freude sind 4 in eigener Praxis Tätige der Einladung zu dieser öffentlichen und aufgezeichneten Diskussion gefolgt und sie werden in ihren Redebeiträgen zugleich den Zuhörenden einen Eindruck davon geben, was denn (eine) philosophische Praxis ist.
Ich stelle sie Ihnen vor.
Dr. Anette Fintz ist Absolventin dieser Universität. Sie gründete und leitet das Radolfzeller „Institut für Sinn-orientierte Beratung“ (ISOB) und versteht sich heute nach einer Zusatzausbildung als PHILOSOPHIN IN DER WIRTSCHAFT.
Martina Bernasconi studierte Philosophie, Literatur und Medienwissenschaft in Basel, Berlin und New York. Sie betreibt recht erfolgreich und vielseitig seit 2003 in Basel die Philosophische Denkpraxis.
Florian Huber ist Magister der Philosophie und Doktor der Psychologie. Er lebt und arbeitet als freier Philosoph in eigener Praxis (Schwerpunkt Lebensberatung) – am schönen Chiemsee. Er leitet das von ihm initiierte „Rosenheimer Institut Gesundheit & Bildung“.
Detlef Staude ist Koordinator des Netzwerks „philopraxis.ch“ (zu dem auch Bernasconi, Fintz und Roth gehören). Er führt seit 1997 die Philosophische Praxis PHILOCOM in Bern und ist viel unterwegs. Er fährt heute mittags weiter zu einem Café Philo nach Chur. Seit 2009 ist er auch im Vorstand des neuen Berufsverbands Philosophische Praxis, der ein Ausbildungsangebot Philosophische Praxis vorbereitet.
Moderation: Mike Roth. Privatdozent für Philosophie an der Universität Konstanz.
„Denken fürs Leben – Philosophische Praxis“ Martina Bernasconi (MB) und Roland Neyerlin (RN)im Gespräch mit Norbert Bischofberger (aufgezeichnet am 26. Juni 2010)
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=d4216519-b7aa-48d8-b5eb-f09ad2c12f43
MB:
- Missen des Bezugs zum Leben im Studium
- Kennenlernen der Bedeutungen der Begriffe durch Philosophen der Geschichte
→ die Begriffe und Bedeutungspositionen müssen reflektiert und neu gedeutet werden
RN:
- „Leben als Dauerprovisorium“ → Sinn-, Identitäts-, Orientierungsfragen
- wieviel Rezepte kann die Philosophie liefern?
- „Philosophie hat keine Rezepte“
- Weit verbreitetes Gefallen an Rezepten zur Problemlösung
- Spezifisches unserer Zeit?
Wegbruch des Metaphysischen
MB:
- Identitätsbestimmung, 'wer bist Du?', durch Beruf, etc., war vor 30 Jahren leichter
heute, pluralisierte Identität(en)
RN:
- antike Form der Philosophie: Lebensberatung zur Lebenskunst in Dialogform
- Enststehung in der griechischen Antike in Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheit
- Parallelen besonders zu heute?
FRAGE: - Was ist eine Philosophische Praxis?
- deckt ein breites Spektrum ab (MB)
vordergründig eine beratende Tätigkeit
RN:- 'Praxis' = 'Handlung'
- Philosophische Praxis: das Denken, als Handlung, als Vollzug
- Einübung der Kompetenz des Selbst
- kein bloßer Wissensverkauf
- Neyerlin als philosophischer Handelsreisender 'never ending tour'
MB:- was für Möglichkeiten bietet mir mein Denken, bzw. biete ich mir (analog zu Körperteil beim Arzt) „Was ist mit meinen Beinen?“
- philosophisches Gehen-Lernen „Wohin können mich die Beine tragen?“
NR:- Philosophie/ren: - Selber-Denken
- Wissenschaftliche Disziplin: Philosophie
letzteres folgt immer aus ersterem
keine (notwendige) Verbindung von beidem: man kann viel Philosophieren,
ohne jemals eine PHILOSOPHIE aufzuschreiben
FRAGE:- Was nützen Erfahrungen aus dem Studium?
- Die Frage wurde von ... behandelt, der sah das so und so, damit habe ich mich schon befasst
- Was sind meine Werte, Überzeugungen, ... ? → Orientierung
RN:- Haltung der ernsthaften Auseinandersetzung
- Wir (Normalos) straucheln zwischen Fundamentalismus und Beliebigkeit
- Philosophische Praxis darf nicht beliebig sein
- Wir wollen herausfinden
- mitunter schwierig: Besucher des Cafés, die schlicht unterhaltsamen Event suchen
- Unterschied: Philosophische Praxis → Begriffsklärung
Stammtisch ~ Meinungskundgebung
- Philosophie ist / bedingt: Innehalten, Zeit nehmen, Kontemplation
MB:- Die Praxis bietet 'Ausstieg', 'Aus-Zeit', 'Zeit-/Raum-Gebung'
- Zeiten des Umbruchs bringt Nähe zur Philosophie, da die Situation der Schaffung neuer Räume des Rückzugs, der Orientierung, Klärung, Überlegung bedarf
- Das Elfenbeinturm-Klischee-Problem
- auch explizites Sprechen über Theorien und Geben theoretischer Inputs
- Vertiefung durch Dialog
- In die psychotherapeutische Praxis schleicht Manche sich hinein (Label: krank, verrückt)
- gewisser Stolz der Kunden der PP
RN:- Schaufenster-Projekt verbindet Privat und Öffentlich
- PP ein hoch politisches Projekt
- es besteht gemeinhin eine mangelhafte Gesprächskultur
- Politik verwechselt Diskussion und Gespräch
- 1. Analyse - Moderation, Operation, Monolog / „Notwendigkeit“ - Wissenschaft
2. Diskussion - vorher fest verteilte Standpunkte - Schlagabtausch
3. Gespräch - offen
4. Therapie
- Das Gespräch birgt das Risiko in sich, dass sich der Standpunkt, den ich eigentlich halten will/wollte, nicht mehr halten lässt.
- Inflationärer Gebrauch von 'Gespräch'
- Sich-Einlassen
- Bildung von Gemeinsamkeit
- Nicht wissen , wohin es geht
- Liebe zur Begegnung
- Lieber betrachten der Vielseitigkeit der PP als strikte Abgrenzung zu anderen Disziplinen
- Handeln statt Behandeln
- keine Heilung
- nicht nur ein Referenzpunkt/-system vorhanden
- Entstehung aus Begegnung
- Orientierungslosigkeit durch Versagen der Systeme/Institutionen
- Ich gebe nichts konkretes, kein Rezept
MB: - Offenheit im Setting
- KEIN Verfügungswissen in PP
- gemeinsamer Sprung in den Ozean / bungee jumping
- keine Methode
RN; - Menschen sind nicht nur therapeutische Objekte
- // Psychotherapie kann keinen Sinn geben
- Philosophie hat verschiedene Zugänge
- Philosophie verschafft Ich-Ferne, Psychotherapie will Ich-Nähe herstellen
- Ich-Ferne durch Wanderung
MB:- andere Form der Suche bietend
- sinnlos Glücklich
- der glückliche Sisyphos
RN:- Sinn ~ Weg
- extreme Beratungskultur für alle Bereiche
- ich lasse mich beraten
- sich beraten ; wir uns , ich mich
- Einübung der Kompetenz der Selbstberatung
- PP ist kein Berater
- Stehen und Fallen mit der Person/Persönlichkeit
- Leidenschaft für die Begegnung und das Gespräch
- Authentizität
- Das sich-Einlassen
- Geschäftssinn
- Neyerlin der bunte Hund
Ich bin der Weg (wenn auch nicht DIE Wahrheit), jedoch das Leben . . .
Max Otto im Blockseminar Methoden Philosophischer Praxis ,
Universität Konstanz April 2011
Aus Mike Roths Einleitung zur Podiumsdiskussion mit Martina Bernasconi, Anette Fintz, Florian Huber und Detlef Staude 9.4.2011:
Es gab und gibt meines Wissens kein mediales Ereignis, das eine vergleichbare positive Wirkung für das Bekanntmachen PHILOSOPHISCHER PRAXIS hatte
wie die Sendung vom 27, Juni 2010:
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=d4216519-b7aa-48d8-b5eb-f09ad2c12f43
Da sagt etwa Roland Neyerlin (Stelle: 20:24):
DENKEN IST EINE ERNSTE ANGELEGENHEIT
und er erinnert an die Dreiteilung (dem Sinne nach)
1 Philosophie und Wissenschaft (methodisch vorgehende Darstellung von Wissen)
2 ÜBERREDUNG ==> viele „öffentliche Diskurse“ haben diesen eristisch-sophistischen Charakter
3 P H I L O S O P H I E R E N im ergebnisoffenen und an Selbstverständigung interessierten Gespräch. Man ist sich einig: Wir wissen noch nicht … doch bemühen uns gemeinsam darum, unhaltbare Positionen zu überwinden.
Vom akademischen Philosophen FIGAL (Uni Freiburg i.B.) und vom „Erfinder“ der modernen >Philosophischen Praxis< ACHENBACH (Bergisch Gladbach/Nähe Köln-Bonn) sind Hörbücher zu Sokrates in Umlauf. Beide sind sich einig, dass „Der, mit dem es anfing“ (das eine, wie das andere – und den Karl Jaspers einen „maßgebenden Menschen“ nennt) – nicht durch ein Werk (in von ihm geschriebenen Büchern) wirkt, sondern durch seine lebenslange Tätigkeit, das Philosophieren. In der Darstellung durch seinen Schüler PLATON in dialogischen Vorlese-Stücken folgen Sokrates und seine Mitspieler einem Muster, dem ELENCHOS (argumentierender Nachweis), einer frühen Form dialogischer Logik (Vgl. Paul Lorenzen & Kuno Lorenz). Dieses halbformale Verfahren führt ja nicht zum Wahrheitsbeweis, vielmehr zur Widerlegung des grundlos für wahr Gehaltenen. (Karl Popper vorwegnehmend)
In derselben Sternstunde-Sendung zur Philosophischen Praxis bekennt Martina Bernasconi, sie habe für Beratung in Philosophischer Praxis „kein Verfügungswissen“ und sie nennt dies auch „keine Methode“. Gleichwohl haben beide hier anwesende Philosophinnen klar strukturierte Beiträge ins METHODEN-Handbuch 2010 gestellt und sie betonen, stets die Gelegenheit beim Schopf zu fassen, für ein gelingendes Gespräch in der PHILOSOPHISCHEN PRAXIS mit den Philosophierenden „Begriffe zu klären“. Wenden sie in diesem Sinn doch eine (eine sprachphilosophische) Methode an?
Auch ich beginne mit einer Begriffsbestimmung, vgl. Paul Lorenzen, Methodisches Denken:
Freigestellt (man darf),
verboten (man darf nicht)
geboten (Du sollst) wie in den 10 Geboten, möglichst mit überzeugenden „guten“ Gründen - dies bezieht sich auf Handlungsweisen. Hier geht es um Handlungsnormen, „Maximen“ des Handelns, die nach Kant so zu gestalten seien, dass sie „zum allgemeinen Gesetz“ werden könnten. Die Entsprechung im Bereich der Sachverhalte, gefasst in Aussagesätzen, ist:
möglich / (freigestellt)
unmöglich / (verboten)
notwendig. (geboten)
Alles Handeln kann sich nur im Bereich des Möglichen bewegen – hin zum Wirklichen. Von Handeln sprechen wir nur, wo Handlungsalternativen bestehen.
Diese können aber mehr oder weniger gut begründet sein. Darum geht es heute.
In dieser Überlegung wurde der Methode der Modallogik gefolgt. Und sie dient auch zur Hinführung auf das Vormittagsprogramm:
Hat Philosophische Praxis Methode(n) ?
A Ist es freigestellt, Methoden
wenn ja, welche ?
- in der Philosophischen Praxis einzusetzen?
(das bedeutet: es gibt keine Gründe, aus denen es sich verbietet, oder schwächer: nicht empfiehlt)
B Ist es verboten, Methoden
wenn ja, welche ?
in der Philosophischen Praxis einzusetzen?
Und mit welchen Gründen?
C Ist es geboten, Methoden
wenn ja, welche ?
in der Philosophischen Praxis einzusetzen?
Aus welchen Gründen?
Zufällig sind es die zwei Philosophinnen, die von sich sagen, sie folgen in ihrer Beratungspraxis keiner Methode. Hingegen eröffnen ja die beiden Philosophen den Reigen der Beiträge im Handbuch:Methoden Philosophischer Praxis (2010) mit ihrem Chat zur Bedeutung von Methoden in der Philosophischen Praxis, worin sie sich austauschen über methodisches Vorgehen in ihrer Praxis. Zu meiner Freude sind 4 in eigener Praxis Tätige der Einladung zu dieser öffentlichen und aufgezeichneten Diskussion gefolgt und sie werden in ihren Redebeiträgen zugleich den Zuhörenden einen Eindruck davon geben, was denn (eine) philosophische Praxis ist.
Ich stelle sie Ihnen vor.
Dr. Anette Fintz ist Absolventin dieser Universität. Sie gründete und leitet das Radolfzeller „Institut für Sinn-orientierte Beratung“ (ISOB) und versteht sich heute nach einer Zusatzausbildung als PHILOSOPHIN IN DER WIRTSCHAFT.
Martina Bernasconi studierte Philosophie, Literatur und Medienwissenschaft in Basel, Berlin und New York. Sie betreibt recht erfolgreich und vielseitig seit 2003 in Basel die Philosophische Denkpraxis.
Florian Huber ist Magister der Philosophie und Doktor der Psychologie. Er lebt und arbeitet als freier Philosoph in eigener Praxis (Schwerpunkt Lebensberatung) – am schönen Chiemsee. Er leitet das von ihm initiierte „Rosenheimer Institut Gesundheit & Bildung“.
Detlef Staude ist Koordinator des Netzwerks „philopraxis.ch“ (zu dem auch Bernasconi, Fintz und Roth gehören). Er führt seit 1997 die Philosophische Praxis PHILOCOM in Bern und ist viel unterwegs. Er fährt heute mittags weiter zu einem Café Philo nach Chur. Seit 2009 ist er auch im Vorstand des neuen Berufsverbands Philosophische Praxis, der ein Ausbildungsangebot Philosophische Praxis vorbereitet.
Moderation: Mike Roth. Privatdozent für Philosophie an der Universität Konstanz.
Freitag, 25. März 2011
Seminar 4.4. - 9.4. D433 Uni KN
MO: Die Eroeffnung mit einem handout und freier Rede zu Eva Schiffer: EINE PHILOSOPHISCHE PRAXIS FUER UNSERE ZEIT macht Lydia Wobst. Tillmann Weisser führt ein in Imre Hofmann: Experiment PHILOSOPHIEREN (außerhalb "akademischer" Fachdiskurse)
DI: Thema Detlef Staude / Florian Huber. Beide Autoren werden am 9.4. zur METHODEN-Debatte nach Konstanz kommen. Einführung macht
Maximilian Otto
MI : TRAUN - philosophisch. Sara Telatar stellt die Konzeption der Basler Philosophischen Praktikerin Martina Bernasconi vor. Siehe auch: http://www.denkpraxis.ch/denkbuch.htm
DO: Sternstunde Philosophie zur Philosophischen Praxis (Martina Bernasconi und Roland Neyerlin im Interview). Beitraege aus dem Methoden Handbuch nach Wahl: . . .Sergej Tkatschenko
FR: PP als LEBENSFORM & FUHRUNGSCOACHING. Moritz Scherzer behandelt den Ansatz von Anette S. Fintz. Fortsetzung am 9.4. moeglich, da zur Debatte um METHODE Anette Fintz anwesend ist.
DI: Thema Detlef Staude / Florian Huber. Beide Autoren werden am 9.4. zur METHODEN-Debatte nach Konstanz kommen. Einführung macht
Maximilian Otto
MI : TRAUN - philosophisch. Sara Telatar stellt die Konzeption der Basler Philosophischen Praktikerin Martina Bernasconi vor. Siehe auch: http://www.denkpraxis.ch/denkbuch.htm
DO: Sternstunde Philosophie zur Philosophischen Praxis (Martina Bernasconi und Roland Neyerlin im Interview). Beitraege aus dem Methoden Handbuch nach Wahl: . . .Sergej Tkatschenko
FR: PP als LEBENSFORM & FUHRUNGSCOACHING. Moritz Scherzer behandelt den Ansatz von Anette S. Fintz. Fortsetzung am 9.4. moeglich, da zur Debatte um METHODE Anette Fintz anwesend ist.
Donnerstag, 24. März 2011
Was ist Philosophische Praxis ?
SAMSTAG: METHODEN-Debatte ab 9 Uhr
Die Diskussion PRO oder CONTRA Methode in PHILOSOPHISCHER PRAXIS mit AutorInnen
des Sammelbands Detlef Staude (Hg.), Bielefeld 2010
soll um 9 in Raum D 433 beginnen. Mike Roth eröffnet und wird dann Detlef Staude und Florian Huber bitten, PRO METHODE(n) in der philopraxis zu argumentierenen, danach Anette S. Fintz und Martina Bernasconi CONTRA.
> Zwischenfragen aus dem Plenum
>
> Diskussionsbeiträge weiterer AutorInnen und des Herausgebers pro & con
> (mitbezug auf Inhalte der Beiträge im Handbuch)
>
> Diskussion im Plenum / Fragemöglichkeit zu einzelnen Beiträgen
>
> Versuch eines ZwischenFazits
>Freie Diskussionszeit
> Mittagspause
>
> Es könnte gut sein, dass wir mit Buch 1 (Handbuch) dann schon fertig sind. Einige werden schon die Rückreise beginnen. Andere werden neu hinzukommen.
>
> Ab 14 h geht es weiter - vielleicht schon mit Buch 2 (Bischof) -
> LEGITIMITAET ÄRZTLICHER STERBEHILFE
erschienen am 12. März 2011. Paul Bischof trägt Kerngedanken vor.
Diskussion
Die Diskussion PRO oder CONTRA Methode in PHILOSOPHISCHER PRAXIS mit AutorInnen
des Sammelbands Detlef Staude (Hg.), Bielefeld 2010
soll um 9 in Raum D 433 beginnen. Mike Roth eröffnet und wird dann Detlef Staude und Florian Huber bitten, PRO METHODE(n) in der philopraxis zu argumentierenen, danach Anette S. Fintz und Martina Bernasconi CONTRA.
> Zwischenfragen aus dem Plenum
>
> Diskussionsbeiträge weiterer AutorInnen und des Herausgebers pro & con
> (mitbezug auf Inhalte der Beiträge im Handbuch)
>
> Diskussion im Plenum / Fragemöglichkeit zu einzelnen Beiträgen
>
> Versuch eines ZwischenFazits
>Freie Diskussionszeit
> Mittagspause
>
> Es könnte gut sein, dass wir mit Buch 1 (Handbuch) dann schon fertig sind. Einige werden schon die Rückreise beginnen. Andere werden neu hinzukommen.
>
> Ab 14 h geht es weiter - vielleicht schon mit Buch 2 (Bischof) -
> LEGITIMITAET ÄRZTLICHER STERBEHILFE
erschienen am 12. März 2011. Paul Bischof trägt Kerngedanken vor.
Diskussion
Donnerstag, 24. Februar 2011
Blockseminar 4.4. - 9.4.
Blockseminar 4.4. - 9.4. D433 Uni KN
MO: Die Eroeffnung mit einem handout und freier Rede zu Eva Schiffer: EINE PHILOSOPHISCHE PRAXIS FUER UNSERE ZEIT macht Lydia Wobst. Tillmann Weisser führt ein in Imre Hofmann: Experiment PHILOSOPHIEREN (außerhalb "akademischer" Fachdiskurse)
DI: Thema Detlef Staude / Florian Huber (noch frei). Beide Autoren werden am 9.4. zur METHODEN-Debatte nach Konstanz kommen.
MI : TRAUN - philosophisch. Sara Telatar stellt die Konzeption der Basler Philosophischen Praktikerin Martina Bernasconi vor. Siehe auch: http://www.denkpraxis.ch/denkbuch.htm
DO: Sternstunde Philosophie zur Philosophischen Praxis (Martina Bernasconi und Roland Neyerlin im Interview). Beitraege aus dem Methoden Handbuch nach Wahl: . . .
FR: PP als LEBENSFORM & FUHRUNGSCOACHING. Moritz Schlitzer behandelt den Ansatz von Anette S. Fintz. Fortsetzung am 9.4. moeglich, wenn zur Debatte um METHODE Anette Fintz anwesend ist.
Wer mit seiner UNI-mail als Teilnehmer angemeldet ist, kann in ILIAS auf den Ordner
"Aktuelle Texte zur Philosophischen Praxis" zugreifen. (mail to: mike.roth@uni-konstanz.de)
MO: Die Eroeffnung mit einem handout und freier Rede zu Eva Schiffer: EINE PHILOSOPHISCHE PRAXIS FUER UNSERE ZEIT macht Lydia Wobst. Tillmann Weisser führt ein in Imre Hofmann: Experiment PHILOSOPHIEREN (außerhalb "akademischer" Fachdiskurse)
DI: Thema Detlef Staude / Florian Huber (noch frei). Beide Autoren werden am 9.4. zur METHODEN-Debatte nach Konstanz kommen.
MI : TRAUN - philosophisch. Sara Telatar stellt die Konzeption der Basler Philosophischen Praktikerin Martina Bernasconi vor. Siehe auch: http://www.denkpraxis.ch/denkbuch.htm
DO: Sternstunde Philosophie zur Philosophischen Praxis (Martina Bernasconi und Roland Neyerlin im Interview). Beitraege aus dem Methoden Handbuch nach Wahl: . . .
FR: PP als LEBENSFORM & FUHRUNGSCOACHING. Moritz Schlitzer behandelt den Ansatz von Anette S. Fintz. Fortsetzung am 9.4. moeglich, wenn zur Debatte um METHODE Anette Fintz anwesend ist.
Wer mit seiner UNI-mail als Teilnehmer angemeldet ist, kann in ILIAS auf den Ordner
"Aktuelle Texte zur Philosophischen Praxis" zugreifen. (mail to: mike.roth@uni-konstanz.de)
Dienstag, 16. November 2010
Proseminar im kommenden Frühling
Methoden Philosophischer Praxis / Philosophical Practitioners & some of the Methods they Use or Advocate [Blockseminar 4.-9.April Uni Konstanz]
Textbuch ist das gleichnamige Handbuch, das Detlef Staude 2010 herausgegeben hat. Ein Exemplar befindet sich im Semesterapparat V.M.ROTH. Siehe auch Hinweise in http://philopraxis-feigenblaetter.blogspot.com/
Anmeldung erforderlich: mike.roth@uni-konstanz.de . Beginn: MO 4.4. um 10h mit dem Gastmahl des Euripides, in: Roth/Staude (hg.), Das OrientierungsLos, Konstanz 2010 Taschenbuch.
Beiträge im Handbuch u.a. von Schiffer (1. inhaltliche Einführung: geistesgeschichtliche Kontexte / PhiloPraxis Zürich), Staude (2. historische Entwicklung und heutiger Stand; philosophische Gesprächsgruppen – Café philo – Sokratisches Gespräch / Bern), Lindseth ( 3. dialogische Beratung / Norwegen – Schweden - München), Bernasconi (4. Paarberatung&Trauung / Denkpraxis Basel), Huber (5. Biografie / Gesundheit & Bildung, Inst. Rosenheim), Waldvogel (Philo in der Schule / Lehrer in Biel & Lehrauftrag Philosophiedidaktik PH Bern), Zoller Morf (Kinderphilosophie / PH Kreuzlingen) - vgl. auch Maria Eitzinger, Fintz ( PhiloPraxis als Lebensform; Philosophin in der Wirtschaft / Institut für sinnorientierte Beratung Radolfzell – Praktikum möglich), ] Hausarbeit möglich
BA: P
LA alt: P, E
LA neu: E
Interessenten fordere ich auf, sich bald eines der Themen 1 bis 5 auszusuchen und ins Seminargespräch einzubringen. Auf freie Themenwahl zu "§Philosophischer Praxis " ist möglich. V. M. Roth
Textbuch ist das gleichnamige Handbuch, das Detlef Staude 2010 herausgegeben hat. Ein Exemplar befindet sich im Semesterapparat V.M.ROTH. Siehe auch Hinweise in http://philopraxis-feigenblaetter.blogspot.com/
Anmeldung erforderlich: mike.roth@uni-konstanz.de . Beginn: MO 4.4. um 10h mit dem Gastmahl des Euripides, in: Roth/Staude (hg.), Das OrientierungsLos, Konstanz 2010 Taschenbuch.
Beiträge im Handbuch u.a. von Schiffer (1. inhaltliche Einführung: geistesgeschichtliche Kontexte / PhiloPraxis Zürich), Staude (2. historische Entwicklung und heutiger Stand; philosophische Gesprächsgruppen – Café philo – Sokratisches Gespräch / Bern), Lindseth ( 3. dialogische Beratung / Norwegen – Schweden - München), Bernasconi (4. Paarberatung&Trauung / Denkpraxis Basel), Huber (5. Biografie / Gesundheit & Bildung, Inst. Rosenheim), Waldvogel (Philo in der Schule / Lehrer in Biel & Lehrauftrag Philosophiedidaktik PH Bern), Zoller Morf (Kinderphilosophie / PH Kreuzlingen) - vgl. auch Maria Eitzinger, Fintz ( PhiloPraxis als Lebensform; Philosophin in der Wirtschaft / Institut für sinnorientierte Beratung Radolfzell – Praktikum möglich), ] Hausarbeit möglich
BA: P
LA alt: P, E
LA neu: E
Interessenten fordere ich auf, sich bald eines der Themen 1 bis 5 auszusuchen und ins Seminargespräch einzubringen. Auf freie Themenwahl zu "§Philosophischer Praxis " ist möglich. V. M. Roth
Sonntag, 3. Oktober 2010
Am 11. Okt

9 Uhr in G305 Uni Konstanz soll im Kompaktseminar der Einstieg ins Thema PHILOSOPHISCHE PRAXIS mit der Sternstunde Philosophie 2010
zur philosophischen Praxis geschehen.
Martina Bernasconi *1965, die in ihrer „Denkpraxis“ in Basel zuhause ist,
studierte Philosophie, Literatur- und Medienwissenschaften
in Basel, Berlin und New York.
Gründung Denkpraxis 2002.
Seither tätig in und mit verschiedensten Institutionen:
Schulen, Hochschulen, Universitäten. Dazu:
Psychoanalytische Ausbildung
und Theatererfahrung (Dramaturgie).
mbernasconi@denkpraxis.ch
LITERATUR
Staude, Detlef (Hg.) : Lebendiges Philosophieren. Philosophische Praxis im Alltag; darin Beitrag von Martina Bernasconi, Philosophische Beratung und psychoanalytisches Denken. Bielefeld : transcript, 2005.
Den Beitrag zu PAARBERATUNG und PHILOSOPHISCHE TRAUUNGEN für Staude, Detlef (Hg.): Methoden Philosophischer Praxis. Handbuch. Bielefeld: transcipt 2011 stellt die Autorin für den Kompaktkurs vorab zur Verfügung
Roland Neyerlin,
Welt- und Weltenreisender. Langjährige Erfahrung als Heilpädagoge und Philoso-phielehrer. Studierte Heilpädagogik, Philosophie und Theologie in Zürich, Luzern und Berlin. Mitinhaber der Philosophischen Praxis Luzern
LITERATUR
Roth/Staude (Hg.), Das Orientierungslos. Philosophische Praxis unterwegs, Taschenbuch Konstanz 2010; darin: Als Philosoph auf der Walz (bitte lesen!)
Sonntag, 27. Juni 2010
Was ist "Philosophische Praxis"?
Sternstunde Philosophie: Denken fürs Leben – Philosophische Praxis. Martina Bernasconi und Roland Neyerlin im aufschlussreichen Gespräch mit Norbert Bischofberger, aufgezeichnet im Juni 2010, sf1.
Martina Bernasconi hat die Denkpraxis in Basel.
Roland Neyerlin ist philosophisch unterwegs in und um Luzern, siehe: Als Philosoph auf der Walz, in: Roth / Staude (hg.) für philopraxis.ch, Philosophische Praxis unterwegs Das OrientierungsLos, Konstanz 2008, 2010: Taschenbuch S. 21ff .
"Philosophische Praxis ist Nachdenken, Welt- und Selbstbesinnung in Dialogform", sagt Roland Neyerlin, Philosoph in eigener Praxis in Luzern. . Was aber passiert in einer philosophischen Praxis konkret? Und kann man von einer Denkpraxis leben? Was unterscheidet eine philosophische von einer psychologischen Beratung? . In der "Sternstunde Philosophie" erzählen Martina Bernasconi und Roland Neyerlin von ihren vielfältigen Erfahrungen in ihren philosophischen Praxen und der Bedeutung der Philosophie für den Alltag der Menschen.
Literaturtipps: - Daniel Brandt: "Philosophische Praxis. Ihr Begriff und Ihre Stellung zu den Psychotherapien". Verlag Karl Arber, Freiburg 2010. - Volkbert M. Roth und Detlef Staude (Herausgeber): "Das OrientierungsLos - Philosophische Praxis unterwegs". Hartung Gorre Verlag, Konstanz 2008/2010. - Detlef Staude (Herausgeber): "Lebendiges Philosophieren. Philosophische Praxis im Alltag". Verlag transcript, Bielefeld 2005. - Detlef Staude (Herausgeber): "Methoden Philosophischer Praxis. Handbuch", erscheint im OKT 2010 bei transcript
Martina Bernasconi hat die Denkpraxis in Basel.
Roland Neyerlin ist philosophisch unterwegs in und um Luzern, siehe: Als Philosoph auf der Walz, in: Roth / Staude (hg.) für philopraxis.ch, Philosophische Praxis unterwegs Das OrientierungsLos, Konstanz 2008, 2010: Taschenbuch S. 21ff .
"Philosophische Praxis ist Nachdenken, Welt- und Selbstbesinnung in Dialogform", sagt Roland Neyerlin, Philosoph in eigener Praxis in Luzern. . Was aber passiert in einer philosophischen Praxis konkret? Und kann man von einer Denkpraxis leben? Was unterscheidet eine philosophische von einer psychologischen Beratung? . In der "Sternstunde Philosophie" erzählen Martina Bernasconi und Roland Neyerlin von ihren vielfältigen Erfahrungen in ihren philosophischen Praxen und der Bedeutung der Philosophie für den Alltag der Menschen.
Literaturtipps: - Daniel Brandt: "Philosophische Praxis. Ihr Begriff und Ihre Stellung zu den Psychotherapien". Verlag Karl Arber, Freiburg 2010. - Volkbert M. Roth und Detlef Staude (Herausgeber): "Das OrientierungsLos - Philosophische Praxis unterwegs". Hartung Gorre Verlag, Konstanz 2008/2010. - Detlef Staude (Herausgeber): "Lebendiges Philosophieren. Philosophische Praxis im Alltag". Verlag transcript, Bielefeld 2005. - Detlef Staude (Herausgeber): "Methoden Philosophischer Praxis. Handbuch", erscheint im OKT 2010 bei transcript
Sonntag, 12. Oktober 2008
N A R R E N S C H I F F
Die Basler Buchhandlung (Im Schmiedenhof 10 / 4001) lädt ein zur Vernissage für den 23. OKT (Do) 18.30 ; Roth/Staude (hg. für philopraxis.ch): Das OrientierungsLos. Philosophische Praxis unterwegs, Konstanz 2008. 3 der 11 AutorInnen kommen aus Basel. Auch der Verleger und die Herausgeber werden anwesend sein. Antepasta: VENEZIA in Riehen
Dienstag, 30. September 2008

in Willi Fillingers Philosophischer Praxis am 26.9.08 bei der Buchvorstellung
Karl Dülli, Mike Roth, Bernadette Hagenbuch
Foto: Detlef Staude
Samstag, 20. September 2008
Buchpräsentation am 26.Sept KOPFVORAN
Heute in einer Woche ist die zentrale Vorstellung des neuen Sammelbands von philopraxis.ch: DAS ORIENTIERUNGSLOS. Philosophische Praxis unterwegs. Das Buch ist ab sofort erhältlich bei den AutorInnen und via verlag@hartung-gorre.de KONSTANZ.
Die Buchpräsentation findet ab 17 h statt in ZH-Wiedikon, Zurlindenstr. 191, Philosophische Praxis KOPFVORAN von Willi Fillinger. Anwesend sind die Herausgeber, der Verleger Wolfgang Hartung-Gorre und viele der Autor/inn/en.
Die Buchpräsentation findet ab 17 h statt in ZH-Wiedikon, Zurlindenstr. 191, Philosophische Praxis KOPFVORAN von Willi Fillinger. Anwesend sind die Herausgeber, der Verleger Wolfgang Hartung-Gorre und viele der Autor/inn/en.
Montag, 1. September 2008
Bernasconi

Martina Bernasconi, die in ihrer „Denkpraxis“ in Basel zuhause ist, führt das Nachdenken über die überraschende Bedeutung der Leere zu einem Text des Königsberger Vordenkers Immanuel Kant über die Krankheiten des Kopfes. Solange Kopfkrankheit vorliegt, fällt Orientierung schwer.
Martina Bernasconi 29 - 37
Von Überaschungseiern und Kopfkrankheiten in der Philosophischen Beratung
Martina Bernasconi
*1965, Studium der Philosophie,
Literatur- und Medienwissenschaften
in Basel, Berlin und New York.
Gründung Denkpraxis 2002.
Seither tätig in und mit verschiedensten Institutionen:
Schulen, Hochschulen, Universitäten.
Dazu:
Psychoanalytische Ausbildung
und Theatererfahrung (Dramaturgie).
mbernasconi@denkpraxis.ch
LITERATUR
Staude, Detlef (Hg.) : Lebendiges Philosophieren. Philosophische Praxis im Alltag; darin Beitrag von; Martina Bernasconi, Philosophische Beratung und psychoanalytisches Denken. Bielefeld : transcript, 2005.
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